19 | 01 | 2018
Regenwassernutzungsanlagen Drucken E-Mail

Regenwassernutzungsanlagen

Die Nutzung von Regenwasser zur Gartenbewässerung ist kein neues Thema. Die Regentonne an der Dachrinne hat sich bewährt, um Regenwasser aufzufangen und zur Gartenbewässerung zu nutzen.

Ist das aufgefangene Regenwasser nach längerer niederschlagsarmer oder -freier Zeit aufgebraucht, gibt es die Möglichkeit, die Gartenbewässerung mit Trinkwasser aus dem Leitungsnetz des Wasserverbandes zu betreiben, das über einen gesonderten Zwischenzähler gemessen werden kann. So bleibt es bei der Berechnung des Abwasserentgeltes unberücksichtigt.

Dieses stellt eine kostengünstige Alternative zum Bau und Betrieb einer Regenwassernutzungsanlage dar. Hierfür dürften im Regelfall eher ökologische denn ökonomische Gründe sprechen.

Regenwassernutzungsanlagen, mit denen auch Brauchwasser für Wohngebäude gewonnen werden soll, sind komplexe technische Anlagen, deren Bau und Betrieb an bestimmte Bedingungen und ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit gebunden ist, wodurch gewährleistet sein soll, dass einerseits eine Verunreinigung der öffentlichen Trinkwasserversorgung und andererseits eine Gesundheitsgefährdung der Nutzer ausgeschlossen ist.

Das Umweltbundesamt hat hierzu eine umfangreiche Broschüre herausgegeben.

Für den Wasserverband als öffentlicher Wasserversorger ist es wichtig, dass keine Verbindung einer Regenwassernutzungsanlage mit der Trinkwasseranlage besteht, da nur so sicher gestellt werden kann, dass mögliche Verschmutzungen und Verkeimungen des aufgefangenen Regenwassers in das öffentliche Trinkwassernetz gelangen.

Da gesammeltes Regenwasser, das zur Toilettenspülung oder zum Wäschewaschen genutzt wird, in der Regel anschließend in die öffentliche Kanalisation gelangt, muss für diesen Wasseranteil ebenfalls Abwasserentgelt gezahlt werden. Deshalb ist es mit einem gesonderten Wasserzähler zu messen.

Vor Bau und Inbetriebnahme einer Regenwassernutzungsanlage ist sowohl der Wasserverband als auch das örtliche Gesundheitsamt zum Zwecke einer möglichen Überwachung zu informieren.

Wegen weiterer Einzelheiten wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter des Wasserverbandes.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 13. Januar 2014 um 14:57 Uhr