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Wird das Wasser im Sommer knapp?

Immer wieder fragen besorgte Kunden, ob auch während längerer Hitzeperioden genügend Wasser zur Verfügung steht. Das kann mit einem klaren “Ja” beantwortet werden.

Im bisher sog. Jahrhundertsommer 2003 standen ausreichende Mengen jederzeit zur Verfügung, das Gleiche gilt auch für 2018, auch wenn der Verband aus diesem fast schon als “Jahrtausendsommer” zu bezeichnenden Ereignis Konsequenzen zieht. Eine ungewöhnliche Häufung heißer Tage und viel zu wenig Niederschlag über einen sehr langen Zeitraum produzierten neue Rekorde.

  • die stündliche Wasserabgabe erhöhte sich am 26.07.2018 von 600 m³ auf mehr als 3.200 m³
  • die tägliche Menge stieg von 15.000 m³ auf über 38.000 m³
  • die Jahresmenge erreichte im Jahr 2018 über 7,1 Mio. m³, “normal” wären ca. 6 Mio. m³

6 Mio. m³ Wasser entspricht 50 Mio. Badewannenfüllungen. Sollte die Feuerwehr diese Menge mit einer Spritze verteilen, würde sie dafür ca. 14 Jahre benötigen.

Technisch für heiße Sommer gerüstet

Der Verband ist auf diese Schwankungen eingestellt und hat seine Brunnen- und Netzpumpen danach ausgelegt. Die Rohrleitungen wurden in den letzten Jahren an verschiedenen Stellen verstärkt, auch um den vielen neuen Baugebieten Rechnung zu tragen. Schon als Konsequenz aus dem Sommer 2003 hatte der Verband in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen durchgeführt, die in 2018 eine große Hilfe waren:

  • Umfangreiche Rohrnetzanalyse
  • Neubau von Brunnen in Ettenbüttel, Wittingen und Schönewörde
  • Leitungsverstärkung in Isenbüttel
  • Neubau der Druckerhöhungsanlage Dalldorf
  • Neubau der Trinkwasserleitungen Tankumsee – Wasbüttel und Mahrenholz
  • Erneuerung und Verstärkung der Druckerhöhungsanlage Triangel

Um für die Zukunft technisch gerüstet zu sein, sollten ab 2019 weitere Projekte umgesetzt werden:

  • Verstärkung des Stromanschlusses im Wasserwerk Hankensbüttel
  • Aktualisierung der Rohrnetzanalyse zur Aufdeckung eventueller zukünftiger Schwachstellen
  • Erneuerung/Neubau von Brunnen in Schönewörde und Lüsche
  • Verstärkung von Netzpumpen und Notstromaggregaten

Grundwasser: Gut geschützt und reichlich vorhanden

Der Verband fördert das Grundwasser aus dem zweiten Grundwasserstock, d. h. aus Tiefen zwischen 30 und 120 Metern. Und diese Schichten sind vom tagesaktuellen Wetter kaum abhängig. Das Regenwasser braucht mehrere Jahrzehnte, bis es dort ankommt. Deshalb spielen kurzfristige trockene Perioden keine Rolle.

Grundwasserreserven sind ausreichend vorhanden, die technischen Anlagen und die Wasserrechte wurden in den letzten Jahrzehnten und werden in nächster Zeit dem steigenden Bedarf angepasst, sodass die Wasserversorgung jederzeit gesichert ist.

Qualität hat ihren Preis

Bei allem Komfort, den unsere Trinkwasserversorgung in Deutschland bietet, darf nicht vergessen werden, welcher Aufwand dahintersteht, deren Qualität und Quantität jederzeit auf dem höchsten Niveau sicherzustellen. Dabei wirken sich nicht nur die laufenden Kosten, z. B. für das Personal, den Strom oder das Wasserentnahmeentgelt (7,5 ct/m³), auf den Preis aus. Zunehmend müssen die in die Jahre gekommenen Anlagen ersetzt werden.

Für all diese Investitionen muss der Verband Kredite aufnehmen, denn im Gegensatz zu früher gibt es heute für den Bau keine Fördermittel mehr und es werden auch keine Beiträge, also einmalige Zahlungen von den Kunden, gefordert.

2018: Viel Wasser verkauft – trotzdem keine Gewinne

Der Verband hat als öffentlich-rechtliches Unternehmen keine Gewinnerzielungsabsicht. Was also passiert mit den erheblichen Mehreinnahmen durch den außergewöhnlichen Sommer 2018?

Die bereits in Kraft getretene Preiserhöhung für 2018 wurde um ein Jahr auf 2019 verschoben und die Mehreinnahmen auf diese Weise zeitnah an die Kunden zurückgegeben. Auch ohne diese Maßnahme hätte es keine Gewinne gegeben. Der Überschuss wäre kostenmindernd auf das nächste Jahr übertragen worden.

Nach dem Motto “Wasser verwenden, aber nicht verschwenden” können sich alle Kunden auch in Zukunft auf heiße Sommer freuen, ohne befürchten zu müssen, “auf dem Trockenen zu sitzen”.